labyrinthisch eben

Januar 8, 2017

In den Nachrichten die Meldung, dass der Minister mehr Kontrolle wünscht. Alle Autokennzeichen sollen mit Videokameras der Autobahnen erfasst werden. Der andere Minister will, dass Verdächtige mit Fußfesseln ausgestattet werden. Die beiden beginnen Datenschutz und damit Freiheit neu definieren zu wollen. Die Grenzen sollen enger werden.

Wem dient das? Zahlen, Daten, Fakten belegen: Nicht der Terrorbekämpfung. Wem also dann? Den Machtgelüsten alter Herrenriegen, die Unwahrheiten sagen, Fakten missinterpretieren, größenwahnsinnig sind und unsterblich sein, nicht auf andere hören, nicht dazulernen wollen und die sich als Sonne im Planetensystem sehen.
In der Türkei wird jede kritische politische Meinungsäußerung mit Gefängnis geahndet. Der Staatspräsident wurde mehrheitlich gewählt. Was macht die Minderheit? Auswandern? Gefoltert im Gefängnis sterben? Angepasst weitermachen?

Die EU will seit Jahren nicht wahrhaben, dass der syrische Präsident kein verlässlicher Vertragspartner ist. Mit Konsequenzen. Zum Leid der hungernden Bevölkerung, die Demokratie wollte und heute mehr denn je will. Die Gegenwart schlägt einen Bogen durch die Geschichte. Der Mann, der Nero zu sein meint. Ihm gehören Grenzen gesetzt. Er sollte unter Kontrolle gestellt werden. Doch zu jedem Spiel und auch zu diesem Machtspiel gehören immer zwei bzw. mehrere.

Manche Menschen werden klüger. Manche lernen nicht dazu, auch nicht nach Welt-/kriegen. Tagtäglich Gewalt weltweit in allen Nuancen, Entwicklungsstufen. Politische und familiäre. Weltweit. Gezielt gegen Frauen und Mädchen. In den USA, in Indien, bei uns. Fakten schaffen: 53:47 Frauenquoten überall und Frauenrechte als Menschenrechte im Außen. Wertewandeln im Inneren. Sonst wählen Frauen auch weiterhin ihre Unterdrücker, jene, die sie verachten. Sonst leben Männer weiterhin ihre Gewalt und Machtphantasien aus wie ungezügelte Tiere.

Werden die Fäden der Seele entwirrt, zeigt sich Licht. Werden die Fäden der Gefühle entwirrt, zeigen sich Verstand und Barmherzigkeit. Werden die Fäden der Macht entwirrt, zeigt sich: Es gibt kein Zauberwort, keinen Papa, keine Mama, die die Welt retten.
Einzig auf sich selbst zurückgeworfen liegt es an jeder und jedem, eigenständig und kritisch zu denken, lebensfroh selbständig zu sein, eigenverantwortlich im Sinne des Gemeinwohls zu entscheiden.
Wie viele Beispiele gibt es dafür! Ob Nelson Mandela, Ellen Johnson Sirleaf, Leymah Gbowee, Tawakkol Karman, Wangari Muta Maathai, Rigoberta Menchú Tum, Liu Xiaobo oder eine der vielen namenlosen Frauen und Männer.

Ist das die Lösung der Suche im weltlichen Irrgarten? Ist das das Zentrum der einzigartigen Struktur des Labyrinths?

Die Weisheit der Märchen, die den archaischen Kampf der guten und bösen, der weißen und schwarzen Mächte / Energien beschreiben. Sie sind die gleichen, die wir heute IS und Westen nennen. Was lehren uns die alten Märchen?
Sie sagen: Es gibt immer eine Wahl. Die Wahl zur Freiheit. Die Möglichkeit des Friedens.
Irgendwann einmal wird die menschliche Minderheit eine Mehrheit der Menschheit sein.
Und dann? Wiederholt sich dann alles wieder? Ein Wechsel von Hell und Dunkel, von Hass und Frieden? Alle Anstrengungen, nur damit sich danach alles wiederholt?
Es gibt äußere und innere Wandlungsprozesse, die mehr oder weniger sichtbar sind.

Wir leben jetzt und haben uns im Jetzt zu entscheiden: Starre oder Beweglichkeit? Grenzbalken oder Willkommenskultur? Routine oder Kreativität? Macht den Konzernen oder der Menschlichkeit? Alles andere ist ein Ausweichen der wesentlichen Herausforderungen.
Wird diesen ausgewichen, kommt es zu keinen Zusammenstößen. Es kommt zu Umwegen. Doch auch diese führen zum Ziel: labyrinthisch eben

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und übermale den tag mit meinen träumen …………….

Januar 4, 2017

PROSIT NEUJAHR !
2017
nehmen wir wahr, was ist
und bewahren wir uns die phantasie,
die freude, die kunst, die lebendigkeit
und  übermalen den tag mit unseren träumen
mit labyrinthischen grüßen
ilse

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Sonnenaufgang. Sonnenuntergang. Sonnesein.

November 1, 2016

Lege deine Hand auf dein Herz, sagte sie.
Ich legte meine Hand auf mein Herz.
Atme und spüre, sagte sie.
Ich atmete und spürte.
Kannst du die Freiheit spüren?, fragte sie.
Ja. Ich spüre sie. Die Freiheit ist in meinem Herzen!
Atme und spüre weiter, sagte sie.
Ich atmete und spürte. Atmete ein. Atmete aus.
Das Atmen verlangsamte sich ohne mein Zutun. Das Atmen wurde zum Rhythmus einer Welle, die im Ozean ruhig schwingt. Ein und aus – hin und her – auf und ab.
Und dann fiel ich in eine Leere.
So sage ich jetzt. In der Leere selbst war kein Spüren und auch kein Gedanke, keine Wahrnehmung. Und doch war die Leere nicht ganz leer. Vielleicht doch leer. Sie hatte einen Charakter, sage ich jetzt. Und ihr Sein war hell und leicht und freundlich und friedlich. Wie das Licht einer aufgehenden Sonne. Die einzelnen Strahlen sind nicht zu sehen, es war die Gesamtheit von Licht, die die Leere war. Und die Leere trug mich. Das Licht trug mich. Nicht körperlich, denn ich lag auf dem Boden. Es war die Erde, die mich trug. Und doch: Es war das Licht, das mich trug. Kein Gedanke, kein Spüren, kein Wissen um das Ein- und Ausatmen. Jetzt erst versuchen meine Gedanken und meine Wahrnehmung in Worte zu fassen, was war. Wie es war.
Es? Ich? Das alles gab es nicht mehr. Es gab nichts. Nur das Nichts, das auch keine Leere mehr war. Aufgelöst alles. Zu einem geworden, wo es keine Sprache mehr gibt. Nur noch Sein. Und Ewigkeit. Endlose Unendlichkeit. Keine Grenzen, keine einzige Grenze. Das sage ich jetzt. Weil die alltägliche Welt aus so vielen Grenzen besteht. Körperlichen, geistigen, mentalen, emotionalen. Auch zeitlichen Grenzen. Ich war losgelöst vom Alltag und von mir. Ist das die Erfahrung der Seele? Ist das die Erfahrung von Himmel, von Seligkeit, von Nirwana?
Fragen die auftauchen. Und wieder abtauchen. Die Zeit, da sie abgetaucht sind, die fraglose Zeit ist eine Zeit von Zufriedenheit und Glück. Der Gegenpol zur Alltagsrealität, in der die Fragen unbedingt eine Antwort nötig haben. Wer profitiert wovon? Wer benützt seine/ihre Macht wozu? Wer gibt ihr/ihm Macht? Warum?
Das Leid, die Ungerechtigkeit, die die Welt zu einem Ort der Hölle machen, sind nicht naturgegeben. Und wenn, so sind sie doch veränderbar!
Lege deine Hand auf dein Herz, sagte sie.
Ich sage nun zu dir: Lege deine Hand auf dein Herz und folge deinem Herzschlag. Lass dich führen. Nimm wahr, wem du begegnest. Der Neugierde? Der Angst? Der Liebe? Lege deine Hand auf dein Herz und folge deinem Herzschlag. Niemand kann dich in dieses Herzschlagland begleiten. Du bist alleine auf diesem Weg. Er führt dich zu dir. Und er führt dich zum Licht. Vielleicht nicht gleich und sofort. Vielleicht macht der Weg eine Wendung und du erlebst Ungeahntes, Unerwartetes. Geh weiter. Träume weiter. Atme weiter. Einmal wird es sein, da du die sieben Wendungen durchlebt hast. Dann stehst du an der Schwelle zum Zentrum. Verliere dich nicht. Du wirst auf eine dich verzehrende Leere treffen. Lass dich nicht verschlingen. Lege deine Hand auf dein Herz. Folge deinem Atem. Er bringt dich ins Zentrum des Labyrinths. Ins Zentrum des Lebens. Ins Sein. Zu dem du wirst.


Venedig – Sehnsucht und Untergang. eine labyrinthische Erfahrung

Oktober 24, 2016

Venedig – Sehnsucht und Untergang
eine labyrinthische Erfahrung

Venedig. Licht. Wasser. Kanäle. Brücken. Renaissancepaläste. Vivaldi. Handels- und Kriegschiffe. Finanzzentrum. Glas. Touristenmassen. Fluch. Verfall. Weltkulturerbe. Karneval. Biennale. Gondeln. Hochwasser. Donna Leon. Sehnsucht. Untergang.

Etwas Mystisches hält die kleinen 118 Inseln zusammen. Ihre Verbindung, ein Ganzes, diese Stadt: Venedig. Durch Jahrhunderte bereist, als unbegreiflich, unfassbar, wunderbar und immer wieder erstaunlich erlebt. Beschrieben mit unzulänglichen Worten nur. Eine unbeschreibbare Stadt. Beschreibbar das Leben der Menschen. Ihr Leben. Und Wirken. In Venedig klingt und schwingt die Vergangenheit, die Gegenwart – doch keine Zukunft.

Antonio Lucio Vivaldi. Kein Wunderkind. Aus nicht begütertem Haus ist für ihn der einzige Zugang zu Bildung die Ausbildung zum Priester. Er gibt gesundheitliche Gründen an,  um sich vom Priesteramt zurückzuziehen. Er arbeitet als Lehrer für Violoncello und Violine an dem Ospedale della Pietà, einem Waisenhaus für Mädchen so erfolgreich, dass es heißt, dort gäbe es die beste Musik der Stadt. Er beginnt zu komponieren. Das Haus wird bald zu einem europaweit bekannten Musikkonservatorium. Vor 300 Jahren begann seine Karriere mit der Aufführung seines Oratoriums Juditha Triumphans.

Venedig, diese Inselwelt, wird untergehen –  im wahrsten Sinne des Wortes, untergehen, im Wasser versinken, ertrinken.

Papua Neuguinea ist der drittgrößte Inselstaat der Welt. Er wird auch untergehen. Doch nicht im Wasser untergehen sondern in der Vulkanasche. Vulkanasche erstickt. Nimmt die Luft. Nimmt so das Leben. Papua Neuguinea ist eine Vulkaninsel. Eine Feuerinsel.

Entstehung – Entwicklung – Untergang – Sehnsucht – Entstehung – Untergang – Entwicklung – Entstehung – Sehnsucht – Untergang – …..
Zeitepochen . Zeitphasen. Gezeiten. Zeiten. Zeit

die zeit
zeichnet die steine
die zeit
zeichnet die welt
die zeit
zeitigt dich

der raum
atmet die steine
der raum
atmet die welt
der raum
beraumt dich

in zeiträumen
leben
in raumzeiten
sterben
das leben
träumt dich
Ja. Das Leben träumt dich. Venedig träumt sich. Der Vulkan erträumt eine neue Inselwelt. Und ich?

die Zeit
in Altersringen
im Baum
als Sediment
im Gestein
ein Korallenfinger
der Ewigkeit
Zeit
als Herzschlag
in mir

Zeiten verändern. Sich. Mich. Uns. Alle. Alles. Zeiten. Wenden. Zeitenwenden.
ZeitenWenden

I.

In uralten Zeiten – so wird in Papua Neuguinea erzählt und so erzähle auch ich – in uralten Zeiten, lebte eine alte Frau, die von allen Muhme genannt wurde.

Zu jener Zeit, so wird in Papua Neuguinea erzählt, kannten die Menschen das Feuer noch nicht. Doch ich erzähle es euch so: Zu jener Zeit, als das Feuer noch frei war, lebte in Maiwara eine alte Frau, die von allen Muhme genannt wurde.

Damals wurde Yams und Taro in dünne Scheiben geschnitten und vom Feuer der Sonne getrocknet. Davon ernährten sich die Menschen.

Muhme machte es ebenso für zehn junge Männer, die sie versorgte, doch machte sie es anders für sich. Sie zog, wenn die Jünglinge auf Jagd waren und sie sich unbeobachtet wähnte, Feuer zwischen ihren Beinen hervor und kochte Yams und Taro für sich selbst. Das war lange ihr Geheimnis. Doch nichts bleibt, wie es war; nichts bleibt, wie es ist. Eines Tages geriet versehentlich, es geschah doch versehentlich, oder? ein Stück gekochtes Yams in das Essen der Männer. Dieses so unerwartet weiche und schmackhafte Stückchen – wie war es dazu nur geworden?

Die Männer fragten Muhme nicht danach. Warum sie nicht fragten, wird nicht erzählt in Papua Neuguinea und auch ich weiß es nicht, könnte nur Vermutungen anstellen. Die Männer, sie sprachen an jenem Abend nur untereinander und beschlossen miteinander einen Plan.

Der Jüngste von ihnen versteckte sich am nächsten Tag, beobachtete und erzählte später den anderen alles. Gemeinsam beschlossen sie (oder gab es eine Gegenstimme, die überstimmt wurde?) da sie den Nutzen des Feuers erkannten, Muhme das Feuer zu stehlen.

Sie fällten zuerst den mächtigsten Baum. Am nächsten Tag schnappte der Jüngste von allen der überraschten Muhme einen Feuerbrand weg. Er rannte davon und sprang über den gefällten Baum, der für die alte nachlaufende Muhme zum Hindernis wurde, doch verbrannte er sich dabei seine Hand und ließ den brennenden Span fallen. Das Feuer erfasste zuerst das Gras und dann geriet alles in Brand. Die Schlange Garabuiye schreckte hervor und fing dabei Feuer. Da ließ es die alte Muhme regnen und so ward das Feuer gelöscht.

Nach einer langen Weile kamen die Jünglinge aus ihren Verstecken hervor, doch sahen sie kein Feuer mehr. Garabuiye, die Schlange, aber hatte sich in eine Vertiefung einer Palme zurückgezogen, gleichwohl ihr Schwanz noch etwas brannte. Das bemerkten die Jünglinge, brachen ihr den Schwanz ab und setzten damit schnell zusammengesammeltes Holz in Flammen. Davon angelockt kamen aus den benachbarten Dörfern neugierig die Leute herbei und nahmen Feuer mit sich. So kam, wird erzählt, in uralten Zeiten das Feuer unter die Menschen.

Das Feuer. Und die Menschen. Das Sonnenfeuer gibt, was für Menschen Voraussetzung ist, um zu leben und um zu sehen, der Erde: Wärme und Licht. Feuer – in ihm liegt der Ursprung der Erleuchtung. Das Feuer und die Frau. Muhme kannte das Feuer, denn das Feuer kam aus ihr selbst, aus ihrem Schoß.

Mit der Gebärmutter zu denken, war vor Zeiten eine allgemeine Wahrheit. Unser Heute wurzelt im Damals. Unser Bewusstsein ist von Geschichte geprägt und prägt die Geschichte zurück und nach vorne.

Das Sanskritwort für Weisheit  , so weiß man, liegt in der Wurzel mt , woraus sich nicht nur die Namen der Weisheitsgöttin Maat (die die Ordnung des Universums in Gestalt der Uräusschlange verkörpert), und der Weisheitsgöttinnen Mut und Metis ableiten sondern auch die Worte Mater (die Mutter), Materie und Matrix, die Gebärmutter. Was einst eins war, wurde durch Zweifel entzweit in die Polaritäten Geist und Materie und eint sich wieder zum Ganzen, wird heil, heute, da die Physik die Einheit beider bestätigt und damit uralte Wirklichkeit vergegenwärtigt.

Die sich im Dunklen zurechtfindende Schlange beeindruckt uns, die wir ohne Licht nichts sehen. Im Babylonischen Mythos zeugten Ningal und Sin

Zwillinge. Die Erstgeborene war Ischtar. Sie, die kriegerische, wurde auch Fackel des Himmels und der Erde  genannt.

Zeitreise. Weltreise. Zeitenwende, Wegwende. Zurück in Venedig.  Im Großen Saal des Dogenpalasts. Das Fresko: Die Marienkrönung, auch Paradiesbild genannt. Tintoretto malte auch das „Paradies“. Es zeigt Christus und Maria umringt von Menschen. Es ist das größte Tafelbild der Welt. Im Palazzo Barbarigo della Terrazza wird die biblische Paradieserzählung gezeigt. Paradies. Zeitenwende. Gedankenwende.

Weiter will ich erzählen. Ja, lasst mich weiter erzählen von anderen uralten Zeiten und uralten Orten. In uralten Zeiten – so wird hierzulande erzählt und so erzähle auch ich – in uralten Zeiten, gab es ein Paradies. In jener uralten Zeit, so wird erzählt, kannten die ersten Menschen Adam und Eva die Sünde noch nicht, lernten sie jedoch kennen, durch Eva, die der Schlange nicht widerstand, in den Apfel biss und seitdem alle Menschen mit dieser Erbsünde geboren werden. Doch ich erzähle es euch so:

In uralten Zeiten lebten Eva und Adam im Paradies. Beide hatte eine gute Zeit dort und waren durchaus zufrieden. Sie hatten genug zu Essen und Trinken, sie hatten genug Abwechslung und Spaß, sie hatten genug Vertrautes. Ja, eines Tages hatten sie von allem genug. Es reichte. Ihr. Sie hatte Lust auf Neues, in diesem Fall Lust auf Erkenntnis, vielleicht sogar Erleuchtung. Heute lässt sich das nicht mehr so genau sagen. Es reichte jedenfalls. Und wenn es reicht, dann ist Widerstand angesagt. Wie ein Knäuel, das mit der Zeit abgewickelt worden ist, entwickelte sich dieses Gefühl in ihr, dieses Bedürfnis, bis nichts mehr war wie es war: Der rote Faden lag vor ihr und es lag an ihr, etwas zu tun. Doch vor dem Handeln liegt bei jeder klugen Frau das Denken und so war es auch bei Eva. Zuerst sprach sie. In welcher Sprache sie sprach, darüber lässt sich nur spekulieren. Für sicher jedoch kann gelten: Die Sprache des Widerstandes ist alt wie die Welt und ihr Wunsch.

Die Sprache / des Widerstandes  / ist alt wie die Welt und / ihr Wunsch.

Seit exakt dem Moment, als Eva die Sprache als ein Mittel des Widerstands benutzte,  positiv formulierend das Angebot der Schlange mit einem lauten und klaren JA annahm. Denn nicht ist überliefert, dass Adam Eva je widersprochen hätte. Gab es Ursache, dass Eva Adam widersprechen musste? Im Paradies zu jener zeitlosen Zeit war alles voll von Harmonie und Übereinstimmung. Noch gab es kein Duett, kein Solo, da Einstimmigkeit. Ein wahrlicher Engelsklang in manch heutigen Ohren! Betrachten Sie es von der musikalischen Seite. Zwölftonmusik für ein ganzes Orchester, das kam erst später, dann als uns Menschen die Hölle offenstand. Auch ein Angebot, das nicht unterschätzt werden sollte, meinen Sie nicht?

Ein JA das ein NEIN herausforderte. NEIN, du sollst nicht länger hier im Paradies weilen. NEIN, du hast die Hölle auf Erden verdient! Auch der patriachale Gott wusste bereits damals, dass Evas Leistung zu Widersprechen von epochaler Bedeutung war, eine Leistung, die belohnt werden sollte, geehrt und gewürdigt.  Das zuvor Undenkbare wurde bewusst: Wir sind zwei Mann und Weib und Weib und Mann, reichen an die Gottheit an…….Mozart fügt diesen Worten seine göttliche Musik hinzu, vermählt die Dualität, lässt sie wieder zu einer Einheit werden.

Sie tun sich schwer im Folgen? So soll es sein. Denken sie eigenständig, seien Sie kein/e MitläuferIn, NichtdenkerIn. Das ist bitter nötig in solch politischen Zeiten wie diesen, die eigentlich immer sind. Schon ewig. Seit Adam und Eva eben, seit ihr JA das göttliche NEIN hervorrief. Evas Macht war groß! Betrachten Sie alles einmal von diesem Standpunkt! Der patriarchale Gott war gereizt, ungeduldig, gekränkt in seinem göttlichen Stolz, dass Ihm wer widerspricht. Widerspricht! Richtig. Widerspruch. Da lernte er zum ersten Mal die Sprache des Widerstandes kennen. Brüllt sie Eva ihm ins Ohr? Ein Glück – es gab keine Zeugen. Vor cora publica verhöhnt zu werden, ist seine Sache nicht. Und doch konnte Jahwe nicht verhindern, dass sich diese Sache herumsprach. Allerdings in etwas geändertem Inhalt, wenn Männer es weitererzählten. Sie wissen, wie Männer sind.

Adam, ein bisschen weniger intelligent als Eva, sie war diejenige, die mit Gott diskutierte, und der nun ausbaden musste, was sie ihm eingebrockt hatte (wie hätte er ihr widersprechen können und ihr Apfel-Angebot nicht annehmen können, sie waren doch im Paradies! Einen Streit vom Zaun brechen, war ein Unding! Um ehrlich zu sein, er hatte in Wirklichkeit eigentlich gar keine andere Wahl. Er, der sich nach dem paradiesischen Gesetz hielt, wurde bestraft, aus dem Paradies verstoßen.) Die Erde musste er pflügen im Schweiße seines Angesichts.

Klar, dass Adam da wütend wurde, wo er doch auch nicht verstand, was da vor sich gegangen war. Adam schob die Schuld auf Eva, weil Gott mit gutem Beispiel voran ging und in alter paradiesischer Gewohnheit, folgt er Gott und schob ebenfalls alle Schuld auf Eva. Gott hatte kein Einsehen, dass Er einen Fehler gemacht hatte.

Der uneinsichtige Gott-Vater, sein Herz wird versteinert und es kommt so weit, dass er Vater Abraham auffordert, den Sohn am Altar zu opfern. Ihm. Der Sohn widersprach dem Vater nicht und der Sohn des Vaters nicht seinem Vater und so weiter und sofort und damit wurde die militärischen Strukturen des Gehorsams entwickelt. Unhinterfragter Gehorsam, weil vor Zeiten nicht alles nach Gottes Willen gegangen war. Kinderrevolte. Aufstand gegen den Vater.

Kein Aufstand gegen die Mutter, die Mütter? Wo standen jemals in der Geschichte Töchter gegen Mütter, opferten Mütter gehorsam ihre Töchter? Mütter opferten ihre Töchter, aber unter Wehklagen, nie freiwillig! Freiwillig. Wo war der freie Wille im Paradies? Immer schon da. Nur nicht entwickelt. Da lag es, das Knäuel. Aufgerollt, unbeachtet, Jahrhunderteleben – bis Eva endlich, endlich durch die Schlange darauf aufmerksam wurde. Es bedurfte der Schicksalsgöttinnen, die Fäden des Knäuels abzuwickeln. Göttin Ariadne kannte den Weg, wusste den Faden zu gebrauchen. Theseus, ohne aller Kenntnis darüber (ähnlich also wie Adam vor ihm), folgte Ariadnes Anweisungen. Entwickeln um zu wissen, zu erkennen.

Erkenntnis hatte Eva im Paradies noch keine, ehe sie das Schlangenangebot annahm, doch eine große Portion Intuition, der sie folgte. Warum sollte sie nicht gottgleich werden wollen? Warum Bescheidenheit, sich fügen, wo keine Notwendigkeit besteht? Not-Wendigkeit? Gab es eine Not zu wenden? Sie waren doch im Paradies. Also gab es keine Notwendigkeit, sich an Gebote zu halten. Dass sie durch ihre Wendigkeit eine gewissen Not herbeiweltete – alles hat seinen Preis. Wir leben in einer Welt des sogenannten Freien Marktes: Angebot und Nachfrage. Einmal bitte eine Welt mit Gott! Für mich bitte eine ohne! Wählen Sie, suchen Sie aus, aus unserem Sortimente. Gott der beste Handelsvertreter der Galaxie?!

Adam und Eva, am Beginn der Welt. Immer noch die ersten dieser Welt, in dieser Reihenfolge. Zuerst der Mann und dann die Frau. Historisch, geschichtlich, machtpositionierend gleichwohl nicht mehr hinter vorgehaltener Hand gesagt werden muss, nein, die Wissenschaftler schreien es über die Medien in die Welt (mit Hilfe von Redakteurinnen? Mehr aus Freude vor der Neuentdeckung als dem Neuen, alles veränderndem Inhalt?): „Wir Menschen haben eine Urmutter! Der erste Mensch war weiblich. Europa stammt von sieben (die Alten haben es ja schon immer gewusst, dass Magie dabei im Spiel ist) Frauen ab. Nachweislich, anhand der DNA-Analysen. Kein Aprilscherz, gleichwohl eine Aprilmeldung im Jahr 2000, die Schlagzeile:

Sieben Urmütter für alle Europäer. ( Anm.: Die übliche Ausrede: Es war kein Platz mehr für das Innen .) Der Artikel: Alle Europäer stammen von sieben Frauen ab, die vor rund 45.000 Jahren sieben unterschiedliche Clans begründeten. Dies erklärte Bryan Sykes, Professor für Humangenetik der Universität Oxford. Er nannte seine Studie Die sieben Töchter der Eva  und gab den Urmüttern der Europäer (Anm.: das fehlende Innen ist nur noch zur Kenntnis zu nehmen) auch Namen, damit man (Anm.: wohl eher: Mann) sich richtige Menschen (Anm.: soso!) vorstellen könne: Ursula, Xenia, Tara, Helene, Katrine, Valda und Jasmine. Zu deren Vorfahren erklärte Sykes, es scheine so, als seien die sieben europäischen Clans aus einem der drei genetischen Clans hervorgegangen, die im heutigen Afrika lebten. Demnach und der Logik des Studientitels folgend, müsste Eva zwei Schwestern gehabt haben. Die aber hat Sykes noch nicht benannt.

So alt wie die Welt – die Sprache des Widerstandes. Nein. Hier haben wir den Beweis vor uns liegen! Es gibt keine Legende, keine Religion, die uns berichten würde, die drei Frauen hätten sich gestritten. Sie lebten friedlich und paradiesisch, solange, bis Adam mit seinem patriarchalen Gott kam und sie ihm leider, sie bedauerten es wirklich, widersprechen mussten. Und das historische NEIN, das Leben und Tod bedeutete, das erste NEIN sagte kein Mann zu einer Frau, keine Frau zu einer Frau, es sagte Eva zu Gott.

Und ihr Wunsch? Ihr Wunsch: Zeiten wenden

Zeitenwende. Gedankenwende. Venedig, diese Inselwelt, wird untergehen –  im wahrsten Sinne des Wortes, untergehen, im Wasser versinken, ertrinken. Untergang. Verlust. Trauer. Schmerz. Innehalten. Stillstand der Welt.

Irgendwann. Irgendwann wird aus der Stille Neues geboren.

Ebenso versinken Mythen, ertrinken alte Weltbilder, veraltete Vorstellungen und Werte. Sich wandeln. Transformieren –  neu entstehen. Auch wir.
Das neue Venedig werden wir nicht miterleben – nur seinen Untergang.

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die herbstwinde fegen labyrinthisch durchs gemüt

November 29, 2015

der herbstwind
bläst, bläst heftig und
wirbelt verdrängtes auf
die ängste vor neuem
die ängste vor fremden
die ängste vor verlust

der herbstwind
bläst blätter vor die augen
der herbstwind bläst auch
blätter von den augen

flüchtlinge willkommen
sind die sonnenstrahlworte
die durch die vielen
grauen geisterwolken dringen
die erde erreichen
ankommen
und wärmen

meist vergessen
die persönliche ahnengeschichte
nie gewusst
oder ebenso vergessen
gesellschaftspolitischen
zusammenhänge
alles zusammenhängend
ist im gitternetz
der schöpfungsspinne
der wissenschaftlichen koordinaten
des menschseins

erinnern wir uns
entdecken wir
miteinander
was wir verantworten
zu verantworten haben
unreflektiert mittragen
ausbeutung von menschen und naturregionen
die tötung freudiger und kritischer lebensgeister
und
gehen wir ins labyrinth
gehen wir ins labyrinth
umkreisen pendelnd das thema
sehen es
von allen perspektiven
sehen empfinden annehmen
transformieren
und
sich transformieren lassen
in mitgefühl
und konkrete hilfe

die herbstwinde fegen
durchs gemüt
aufwühlend zuerst
dann labyrinthisch
klärend, reinigend
das 1. adventlicht
ist entzündet
möge das licht des erkennens
immer mehr
jene vor not fliehenden
willkommen heißen
und den wärmenden ofen
im eiskalten winter
miteinander teilen

und ein buchtipp
Reich und Arm. Die wachsende Ungleichheit in unserer Gesellschaft
von J Stiglitz, den ich heutr im radio sagen hörte:
„Eine Marktwirtschaft, die nicht dem Menschen dient, ist verfehlt.“


labyrinthisches prosit neujahr 2015 !

Dezember 31, 2014

liebe leserinnen und leser !

ein neues jahr bedarf neuer themen
in ein paar stunden wird es beginnen

der rückblick fällt kurz aus,
denn ich schrieb ein ganz jahr lang
nichts in diesen blog
ich machte so viel urlaub vom www wie möglich
🙂
ist gelungen !
also war es für mich ein großartiges jahr,
weil mein vorsatz
sich zum nachsatz
durch die zeit
transformierte
ohne zutun
ich ließ es geschehen
und freue mich
das reale leben
schenke mir viele neue erfahrungen
und gedichte

so wie dieses

die Gedanken reisen
mit der Möve
den Strand entlang
sie ruhen sanft
auf nebelnassen Blättern
schauen zwischen Zaunlatten hindurch
und stolpern über
unerwartete Unebenheiten
sie sitzen im Schaffell
und kurz auf Stacheldrahtspitzen
wo sich auch
Schafffell verfangen hat
im Gras
abgemähte Gänseblümchen
wo die Katze auf Lauer liegt
die Gedanken springen
von Stein zu Stein
hoch in die Luft

auf die Spitze des Leuchtturms
im wolkenlosen Himmel
lösen sie sich auf
geatmete Sonntagsruhe
jetzt

und dieses

die Zeit
geht vorbei
und schaut
mir zu

ich sitze
im Haus
blicke
aus dem Fenster
und sehe
die Zeit
geht vorbei

ginge ich
auf der Wiese
vorm Haus
würde sie
neben mir
mit mir
über und durch
die Wiese gehen

fragt sich
die Zeit
was wäre
säße sie im Haus
und ich
ginge
davor vorbei

sind
Zeit und Ich
denn getrennt
und wenn ja
wer trennt
entzweit
wer verbindet
vereint
ist es die Uhr
das Gefühl
der Verstand
die Phantasie
die Hexe
der Zauber
die magische Sieben
ist es der Rabe
der Wal
oder das Licht

und dieses

der Regen
erzählt
vom Himmel
erzählt
der Erde
vom Fliegen
erzählt
den Schafen
vom angstfreien
Fallen ins
Ungewisse
der Regen
erzählt
nur die Steine
glauben ihm

und dieses

den Wind im Rücken
den Blick aufs Meer
die Nahrungsquelle

gegen den Wind
das Trinkwasser holen
pendeln zwischen den beiden

ruhen im Haus
am Strand die Vögel
spielende Kinder
singende Frauen
tanzende Männer
die Flammen
lodern hoch
fast zu den Sternen
die herabfallen
und knistern
im Feuer

und damit
wünsche ich DIR
ein gutes gehör
ein gutes vorankommen
ein gutes leben
im labyrinthjahr
2015

herzlich
ilse

 

sandlabyrinth

sandlabyrinth


labyrinthisches lernen

Mai 2, 2013

lernen
wir lernen
oder auch nicht
sind stur
gehen geradeaus
überwinden alle widerstände
und sind auch noch stolz darauf
dabei wäre es doch
ums ausweichen gegangen
die kurve zu schneiden
sich zu biegen
ohne zu verbiegen
lernen
oder auch nicht
lernen verweigern
weigern verlernen
wie geht das?
labyrinthisch
den standpunkt ändern
die sichtweise
sich in den prozess einlassen
zulassen
alle gefühle
die sich zeigen
und
weitergehen
in bewegung bleiben
dem rhythmus folgen
wandeln
sich wandeln lassen
im labyrinth
zeigt sich
das geheimns des lebens
transformiert sich
in gelebte erfahrung
das geheimnis?
es gibt so viele
geheimnisse
die entdeckt werden wollen
im oder/und
außerhalb des labyrinths
egal
das leben findet überall statt
auch im irrgarten 🙂
im schweigen
im sprechen
im singen und zeigen
im suchen und finden
im suchlosen finden
im sein
im begegnen
dem kennen und lernen
folgt neues wissen
anderes wissen
weiter wissen wollen
ausatmen
einatmen
kein atemzug
gleicht dem anderen
kein augenblick dem folgenden
blick in die augen
und du kommst an
landest in dir
in mir
im zentrum der welt
im unbegrenzten universum
wo irrgarten und labyrinth
eins sind
und die königin der nacht
zur königin des tages wird
sonnendunkelsternenhell
selbst papageno erinnert sich
der vergessnen zauberdinge …

das wort TON hat 3 wurzel
altgriechisch bedeutet es Seil und Saite bzw.
„strecken“ u „spannen“ latinisiert tonus
und steht heute für sehr vieles in Musik, Sprache, Material etc.
wieder was gelernt !

Etymologisch ist das Wort „lernen“ (aus http://de.wikipedia.org/wiki/Lernen) u. a. mit den Wörtern „lehren“ und „List“ verwandt. Es gehört zur Wortgruppe von „leisten“, das ursprünglich „einer Spur nachgehen, nachspüren, schnüffeln“ bedeutet. Im Gotischen heißt lais „ich weiß“, bzw. genauer „ich habe nachgespürt“ und laists für „Spur“. Die indogermanische Wurzel *lais- bedeutet „Spur, Bahn, Furche“.
Schon von der Herkunft her hat Lernen etwas mit Spuren hinterlassen, aber auch mit nachspüren zu tun. Lernen soll im Gedächtnis ebenso Spuren hinterlassen (subjektivierender Anteil), wie in der Umwelt (objektivierender Anteil). Lernen geschieht aktiv und passiv.

Wir lernen absichtlichen (intentionales Lernen) und/oder beiläufig (inzidentelles Lernen = Lernen in der Handlung ohne Lernabsicht sowie implizites Lernen = spielerisches Aneignung von Fertigkeiten und Wissen beim Ausüben einer Tätigkeit).
Lernen kann als individueller oder kollektiver Erwerb von geistigen, körperlichen, sozialen Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten definiert werden. Aus lernpsychologischer Sicht wird Lernen als ein Prozess der relativ stabilen Veränderung des Verhaltens, Denkens oder Fühlens aufgrund von Erfahrung oder neu gewonnenen Einsichten und des Verständnisses aufgefasst.

Die genaue Funktionsweise des Lernens ist wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt. Lerntheorien: Konditionierung, Instruktionalismus, Lernen durch Einsicht, Lernen am Modell,  Situativer Kontext / Transfer, Biokybernetisch-neuronale Lerntheorien sowie Maschinelles Lernen.

Zum Grundinstrumentarium des Lernens gehören neben dem Lernprozess auch die Fähigkeit zur Erinnerung (Gedächtnis) und des Abrufens. Jedoch ist Lernen mehr als das reine Abspeichern von Informationen. Lernen beinhaltet die Wahrnehmung und Bewertung der Umwelt, die Verknüpfung mit Bekanntem (Erfahrung) und das Erkennen von Regelmäßigkeiten (Mustererkennung).

Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit dem Labyrinth. Ein Labyrinth ist kein Irrgarten. Der Weg durch einen Irrgarten hat viele Wegkreuzungen und zwingt so zu Entscheidungen. Die Aufmerksamkeit beim Irrgarten richtet sich nach Außen: Für welchen Weg entscheide ich mich?

Die Aufmerksamkeit beim Labyrinth richtet sich nach Innen: Ich folge dem Weg – lasse mich vom Weg führen und leiten, denn es gibt keine Entscheidungsmöglichkeit, keine Weggabelung. Der Ariadnefaden – der Weg durch die Struktur

Das Labyrinth ist eine Struktur, die in der Natur nicht vorkommt wie die Spirale bei Schnecken oder Farnen, Galaxien oder Mäander. Das Labyrinth ist ein Kulturgut, das nicht allen Kulturen zu eigen ist.

Was macht die Faszination des Labyrinths aus?
Das Labyrinth ist nicht nur ein Symbol der Wandlung, es bietet die Erfahrung zu wandeln – im doppelten Wortsinn: es zu begehen und so zu wandeln und auch sich wandeln zu lassen.

Wie eine kleine Umfrage ergab, konnten 33 % der Personen während einer Labyrinthbegehung ein Problem, das sie lösen wollten, lösen.

Was ist „labyrinthisches Lernen“? Beim labyrinthischen Lernen folgen Sie ganz konkret einer (nicht linearen sondern pendelnden) Spur, Sie spüren während des Wandelns durch das Labyrinth ihren Gefühlen, Erinnerung, Gedanken, ihrem Körper nach und Sie hinterlassen eine ganz konkrete Spur. Während des Gehens lernen Sie. Nach einer Labyrinthbegehung wissen Sie mehr als zuvor.

Ich möchte Sie hiermit einladen, eine Labyrintherfahrung zu machen und selbst wahrzunehmen und zu reflektieren, was labyrinthisches Lernen für Sie ist, wie es stattfindet und was es bewirkt.

Schreiben Sie mir Ihre Erfahrungen und Meinungen 🙂