die herbstwinde fegen labyrinthisch durchs gemüt

der herbstwind
bläst, bläst heftig und
wirbelt verdrängtes auf
die ängste vor neuem
die ängste vor fremden
die ängste vor verlust

der herbstwind
bläst blätter vor die augen
der herbstwind bläst auch
blätter von den augen

flüchtlinge willkommen
sind die sonnenstrahlworte
die durch die vielen
grauen geisterwolken dringen
die erde erreichen
ankommen
und wärmen

meist vergessen
die persönliche ahnengeschichte
nie gewusst
oder ebenso vergessen
gesellschaftspolitischen
zusammenhänge
alles zusammenhängend
ist im gitternetz
der schöpfungsspinne
der wissenschaftlichen koordinaten
des menschseins

erinnern wir uns
entdecken wir
miteinander
was wir verantworten
zu verantworten haben
unreflektiert mittragen
ausbeutung von menschen und naturregionen
die tötung freudiger und kritischer lebensgeister
und
gehen wir ins labyrinth
gehen wir ins labyrinth
umkreisen pendelnd das thema
sehen es
von allen perspektiven
sehen empfinden annehmen
transformieren
und
sich transformieren lassen
in mitgefühl
und konkrete hilfe

die herbstwinde fegen
durchs gemüt
aufwühlend zuerst
dann labyrinthisch
klärend, reinigend
das 1. adventlicht
ist entzündet
möge das licht des erkennens
immer mehr
jene vor not fliehenden
willkommen heißen
und den wärmenden ofen
im eiskalten winter
miteinander teilen

und ein buchtipp
Reich und Arm. Die wachsende Ungleichheit in unserer Gesellschaft
von J Stiglitz, den ich heutr im radio sagen hörte:
„Eine Marktwirtschaft, die nicht dem Menschen dient, ist verfehlt.“

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