labyrinthische erfahrung in neunkirchen

ein spaziergang im stadtpark,
dessen 110 jähriges bestehen vor kurzem gefeiert wurde,
führt auch zu einem großflächigen wiesenplatz,
auf dem unterschiedlich hohe baumstämme aus der wiese ragen
beim näherkommen sind zwei eingänge zu sehen

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der linke führt direkt ins zentrum, wo sich ein alter baumstumpf befindet,

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der rechte  führt  (nicht überschaubar) weiter
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die unterschiedlichen höhen der baumstämme laden –
wie ich beobachten konnte, kinder und erwachsene
zum balancieren ein.

insgesamt sind es 16 wendungen die der Weg nimmt,
der rhythmisch in sieben Spuren in viertel- und halbkreisen ums Zentrum schwingt.
es bedarf eines sich bewussten einbremsens,
um nicht direkt am zentrum zum ausgang weiterzugehen.

das zentrum (der baumstumpf) im zentrum wird von manchen umrundet;
von manchen bestiegen wie ein berg.
ja, es bedarf eines schritts hinauf, um ins zentrum zu gelangen
und dann eines weiteren schritts hinauf, um auf dem baumstumpf zu stehen.
wer von dort oben seine/ihre stimme erklingen lässt, hört einen hall ….

in diesem labyrinth gibt es vieles zu entdecken und zu erkunden –
zum beispiel auch die energie, die kraft des platzes:
wer sich entspannt nach vorne beugt, registriert
das beginnende schwingen des armes –
nicht an jeder stelle, aber an einigen ….

das labyrinth liegt still auf einem ruhigen platz.
es führt (laut befragungen) menschen mehr ins außen als ins innen –
mehr in die kraft und aktivität, die für die außenwelt benötigt wird.

jedes labyrinth hat seinen eigenen charakter
und jede labyrinthbegehung ist eine begegnung
mit sich, dem labyrinth und den menschen, die sich auch darin befinden

es geht um die verbindung, die kommunikations
in der natur mit der nautr und allen ihren aspekten
dieses labyrinth ist von der eu kofinanziert
somit kommt auch eine politisch verbindende komponente hinzu

die baumstämme waren einst lebendige bäume
verbunden das leben mit dem tod
der tod mit dem leben

allerheiligen, allerseelen
zeitlose transformationen im hier und jetzt
vorstellbar, unvorstellbar
bereits entdeckt und noch zu entdecken

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One Response to labyrinthische erfahrung in neunkirchen

  1. Erwin sagt:

    Danke, Ilse, dass Du Deine Erfahrungen und Gedanken zu diesem neuen, vermutlich sehr speziellem Labyrinth mit uns teilst.
    Als Geometer hätte mich der Grundriss sehr interessiert, obwohl ich weiß, dass das nicht das Entscheidende bei einem Labyrinth ist.

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