labyrinthisches lernen

lernen
wir lernen
oder auch nicht
sind stur
gehen geradeaus
überwinden alle widerstände
und sind auch noch stolz darauf
dabei wäre es doch
ums ausweichen gegangen
die kurve zu schneiden
sich zu biegen
ohne zu verbiegen
lernen
oder auch nicht
lernen verweigern
weigern verlernen
wie geht das?
labyrinthisch
den standpunkt ändern
die sichtweise
sich in den prozess einlassen
zulassen
alle gefühle
die sich zeigen
und
weitergehen
in bewegung bleiben
dem rhythmus folgen
wandeln
sich wandeln lassen
im labyrinth
zeigt sich
das geheimns des lebens
transformiert sich
in gelebte erfahrung
das geheimnis?
es gibt so viele
geheimnisse
die entdeckt werden wollen
im oder/und
außerhalb des labyrinths
egal
das leben findet überall statt
auch im irrgarten 🙂
im schweigen
im sprechen
im singen und zeigen
im suchen und finden
im suchlosen finden
im sein
im begegnen
dem kennen und lernen
folgt neues wissen
anderes wissen
weiter wissen wollen
ausatmen
einatmen
kein atemzug
gleicht dem anderen
kein augenblick dem folgenden
blick in die augen
und du kommst an
landest in dir
in mir
im zentrum der welt
im unbegrenzten universum
wo irrgarten und labyrinth
eins sind
und die königin der nacht
zur königin des tages wird
sonnendunkelsternenhell
selbst papageno erinnert sich
der vergessnen zauberdinge …

das wort TON hat 3 wurzel
altgriechisch bedeutet es Seil und Saite bzw.
„strecken“ u „spannen“ latinisiert tonus
und steht heute für sehr vieles in Musik, Sprache, Material etc.
wieder was gelernt !

Etymologisch ist das Wort „lernen“ (aus http://de.wikipedia.org/wiki/Lernen) u. a. mit den Wörtern „lehren“ und „List“ verwandt. Es gehört zur Wortgruppe von „leisten“, das ursprünglich „einer Spur nachgehen, nachspüren, schnüffeln“ bedeutet. Im Gotischen heißt lais „ich weiß“, bzw. genauer „ich habe nachgespürt“ und laists für „Spur“. Die indogermanische Wurzel *lais- bedeutet „Spur, Bahn, Furche“.
Schon von der Herkunft her hat Lernen etwas mit Spuren hinterlassen, aber auch mit nachspüren zu tun. Lernen soll im Gedächtnis ebenso Spuren hinterlassen (subjektivierender Anteil), wie in der Umwelt (objektivierender Anteil). Lernen geschieht aktiv und passiv.

Wir lernen absichtlichen (intentionales Lernen) und/oder beiläufig (inzidentelles Lernen = Lernen in der Handlung ohne Lernabsicht sowie implizites Lernen = spielerisches Aneignung von Fertigkeiten und Wissen beim Ausüben einer Tätigkeit).
Lernen kann als individueller oder kollektiver Erwerb von geistigen, körperlichen, sozialen Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten definiert werden. Aus lernpsychologischer Sicht wird Lernen als ein Prozess der relativ stabilen Veränderung des Verhaltens, Denkens oder Fühlens aufgrund von Erfahrung oder neu gewonnenen Einsichten und des Verständnisses aufgefasst.

Die genaue Funktionsweise des Lernens ist wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt. Lerntheorien: Konditionierung, Instruktionalismus, Lernen durch Einsicht, Lernen am Modell,  Situativer Kontext / Transfer, Biokybernetisch-neuronale Lerntheorien sowie Maschinelles Lernen.

Zum Grundinstrumentarium des Lernens gehören neben dem Lernprozess auch die Fähigkeit zur Erinnerung (Gedächtnis) und des Abrufens. Jedoch ist Lernen mehr als das reine Abspeichern von Informationen. Lernen beinhaltet die Wahrnehmung und Bewertung der Umwelt, die Verknüpfung mit Bekanntem (Erfahrung) und das Erkennen von Regelmäßigkeiten (Mustererkennung).

Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit dem Labyrinth. Ein Labyrinth ist kein Irrgarten. Der Weg durch einen Irrgarten hat viele Wegkreuzungen und zwingt so zu Entscheidungen. Die Aufmerksamkeit beim Irrgarten richtet sich nach Außen: Für welchen Weg entscheide ich mich?

Die Aufmerksamkeit beim Labyrinth richtet sich nach Innen: Ich folge dem Weg – lasse mich vom Weg führen und leiten, denn es gibt keine Entscheidungsmöglichkeit, keine Weggabelung. Der Ariadnefaden – der Weg durch die Struktur

Das Labyrinth ist eine Struktur, die in der Natur nicht vorkommt wie die Spirale bei Schnecken oder Farnen, Galaxien oder Mäander. Das Labyrinth ist ein Kulturgut, das nicht allen Kulturen zu eigen ist.

Was macht die Faszination des Labyrinths aus?
Das Labyrinth ist nicht nur ein Symbol der Wandlung, es bietet die Erfahrung zu wandeln – im doppelten Wortsinn: es zu begehen und so zu wandeln und auch sich wandeln zu lassen.

Wie eine kleine Umfrage ergab, konnten 33 % der Personen während einer Labyrinthbegehung ein Problem, das sie lösen wollten, lösen.

Was ist „labyrinthisches Lernen“? Beim labyrinthischen Lernen folgen Sie ganz konkret einer (nicht linearen sondern pendelnden) Spur, Sie spüren während des Wandelns durch das Labyrinth ihren Gefühlen, Erinnerung, Gedanken, ihrem Körper nach und Sie hinterlassen eine ganz konkrete Spur. Während des Gehens lernen Sie. Nach einer Labyrinthbegehung wissen Sie mehr als zuvor.

Ich möchte Sie hiermit einladen, eine Labyrintherfahrung zu machen und selbst wahrzunehmen und zu reflektieren, was labyrinthisches Lernen für Sie ist, wie es stattfindet und was es bewirkt.

Schreiben Sie mir Ihre Erfahrungen und Meinungen 🙂

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