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Juni 2, 2018

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zeitlos loszeit

November 5, 2017

das Sein
der Natur
in Form
von Materie
von Energie
zeitlos
gegenwärtig
ich
ein Teil
eingebettet
hochgewirbelt
ängstlich
fragenvoll
ermutigt
vertrauend
abhängig und
eigenmächtig
das Sein
mein Sein
unser Aller
ein Spiegel
der Kräfte
unüberschaubar
erkennend
Lebensläufe
atemlos
innehalten
erinnern
verbindend
weiteratmen
leben
das Sein
unser aller
zwischen
Tod und Liebe

 

 


labyrinthisch eben

Januar 8, 2017

In den Nachrichten die Meldung, dass der Minister mehr Kontrolle wünscht. Alle Autokennzeichen sollen mit Videokameras der Autobahnen erfasst werden. Der andere Minister will, dass Verdächtige mit Fußfesseln ausgestattet werden. Die beiden beginnen Datenschutz und damit Freiheit neu definieren zu wollen. Die Grenzen sollen enger werden.

Wem dient das? Zahlen, Daten, Fakten belegen: Nicht der Terrorbekämpfung. Wem also dann? Den Machtgelüsten alter Herrenriegen, die Unwahrheiten sagen, Fakten missinterpretieren, größenwahnsinnig sind und unsterblich sein, nicht auf andere hören, nicht dazulernen wollen und die sich als Sonne im Planetensystem sehen.
In der Türkei wird jede kritische politische Meinungsäußerung mit Gefängnis geahndet. Der Staatspräsident wurde mehrheitlich gewählt. Was macht die Minderheit? Auswandern? Gefoltert im Gefängnis sterben? Angepasst weitermachen?

Die EU will seit Jahren nicht wahrhaben, dass der syrische Präsident kein verlässlicher Vertragspartner ist. Mit Konsequenzen. Zum Leid der hungernden Bevölkerung, die Demokratie wollte und heute mehr denn je will. Die Gegenwart schlägt einen Bogen durch die Geschichte. Der Mann, der Nero zu sein meint. Ihm gehören Grenzen gesetzt. Er sollte unter Kontrolle gestellt werden. Doch zu jedem Spiel und auch zu diesem Machtspiel gehören immer zwei bzw. mehrere.

Manche Menschen werden klüger. Manche lernen nicht dazu, auch nicht nach Welt-/kriegen. Tagtäglich Gewalt weltweit in allen Nuancen, Entwicklungsstufen. Politische und familiäre. Weltweit. Gezielt gegen Frauen und Mädchen. In den USA, in Indien, bei uns. Fakten schaffen: 53:47 Frauenquoten überall und Frauenrechte als Menschenrechte im Außen. Wertewandeln im Inneren. Sonst wählen Frauen auch weiterhin ihre Unterdrücker, jene, die sie verachten. Sonst leben Männer weiterhin ihre Gewalt und Machtphantasien aus wie ungezügelte Tiere.

Werden die Fäden der Seele entwirrt, zeigt sich Licht. Werden die Fäden der Gefühle entwirrt, zeigen sich Verstand und Barmherzigkeit. Werden die Fäden der Macht entwirrt, zeigt sich: Es gibt kein Zauberwort, keinen Papa, keine Mama, die die Welt retten.
Einzig auf sich selbst zurückgeworfen liegt es an jeder und jedem, eigenständig und kritisch zu denken, lebensfroh selbständig zu sein, eigenverantwortlich im Sinne des Gemeinwohls zu entscheiden.
Wie viele Beispiele gibt es dafür! Ob Nelson Mandela, Ellen Johnson Sirleaf, Leymah Gbowee, Tawakkol Karman, Wangari Muta Maathai, Rigoberta Menchú Tum, Liu Xiaobo oder eine der vielen namenlosen Frauen und Männer.

Ist das die Lösung der Suche im weltlichen Irrgarten? Ist das das Zentrum der einzigartigen Struktur des Labyrinths?

Die Weisheit der Märchen, die den archaischen Kampf der guten und bösen, der weißen und schwarzen Mächte / Energien beschreiben. Sie sind die gleichen, die wir heute IS und Westen nennen. Was lehren uns die alten Märchen?
Sie sagen: Es gibt immer eine Wahl. Die Wahl zur Freiheit. Die Möglichkeit des Friedens.
Irgendwann einmal wird die menschliche Minderheit eine Mehrheit der Menschheit sein.
Und dann? Wiederholt sich dann alles wieder? Ein Wechsel von Hell und Dunkel, von Hass und Frieden? Alle Anstrengungen, nur damit sich danach alles wiederholt?
Es gibt äußere und innere Wandlungsprozesse, die mehr oder weniger sichtbar sind.

Wir leben jetzt und haben uns im Jetzt zu entscheiden: Starre oder Beweglichkeit? Grenzbalken oder Willkommenskultur? Routine oder Kreativität? Macht den Konzernen oder der Menschlichkeit? Alles andere ist ein Ausweichen der wesentlichen Herausforderungen.
Wird diesen ausgewichen, kommt es zu keinen Zusammenstößen. Es kommt zu Umwegen. Doch auch diese führen zum Ziel: labyrinthisch eben

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das (labyrinthische) ziel

Januar 4, 2017

in der (nicht geometrischen) mitte
der labyrinth-struktur
ist
für manche das ende einer sackgasse
für andere das ziel
für labyrinthbegeherInnen jedenfalls
am ende des labyrinthwegs der 180° wendepunkt
wenn der ausgang, der der eingang war
erreicht werden soll,
muss diese wendung vollzogen werden
alle anderen weg-wendungen sind ja „nur“ 90°
zumindest im eckigen labyrinth

wiederhole ich mich?
wieder hole ich mich.
ich hole mich wieder!
wo war ich denn nur?
wie war ich?
hole ich eine andere?
hole ich wirklich mich?
wiederhole ich mich?
und du?
was meinst du dazu?
wie siehst du mich
wie begehst du mich?
ich kann es wahrnehmen
und dich sein lassen

ich bin
der labyrinthweg
selbst


Mann und Frau im Essigkrug und was sie von den Wintervögeln lernten

Januar 4, 2017

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Mann und Frau im Essigkrug

Es waren einmal eine Frau und ein Mann. Sie lebten schon viele viele Jahre mit einander in einer armseligen Hütte, die schlecht roch und deshalb von beiden als „Essigkrug“ bezeichnet wurde. Eines Tages war der Mann derart schlecht gelaunt, dass er zur Frau sagte: „Du bist Schuld daran, dass wir in diesem Essigkrug leben müssen! Wären wir nur nicht da!“
Die Frau aber sagte: „Nein, du bist Schuld daran.“ Das aber wollte der Mann nicht so stehen lassen und so zankten sich die beiden eine Weile. Als sie einmal gleichzeitig Luft holen musste, vernahmen sie die Stimme eines Vogels am Dach, der zwitscherte: „Was ist denn los mit euch?“ „Wir haben beide das Essigkrügel satt und möchten auch einmal wohnen wie andere Leute. Dann gäbe es keinen Grund mehr zu streiten und wir könnten zufrieden sein.“, antwortete die Frau. Da  führte das Gold-Vögelchen die Frau und den Mann an ein neues Häuschen, wo hinten dran ein ein Gärtchen war und zwitscherte: „Dies ist euer jetzt! Lebt fröhlich und zufrieden miteinander. Wenn ihr mich braucht, so braucht ihr nur dreimal in die Hände klatschen und rufen:
Goldvögelein im Sonnenstrahl!
Goldvögelein im Demantsaal!
Goldvögelein überall
!
und schon werde ich da sein.“
Damit flog der Vogel davon und der Mann und die Frau waren froh, dass sie nun ein so schönes Häuschen hatten und nicht mehr in dem Essigkrug wohnten. So verging die Zeit.
Nach einer Weile, es war bereits Herbst geworden und waren in der Nachbarschaft herum gekommen, da hatten sie die großen Bauernhöfe gesehen, mit Stallungen, Gärten, Äckern und vielem Gesinde. Da kam ihnen ihr Häuschen plötzlich ganz armselig vor und gefiel ihnen nicht mehr.

An einem nebeligen Morgen klatschten beide zu gleicher Zeit in die Hände und riefen:
Goldvögelein im Sonnenstrahl!
Goldvögelein im Demantsaal!
Goldvögelein überall!“

Witsch, da kam das goldige Vöglein zum Fenster herein geflogen und zwitscherte: „Was wollt ihr beiden?“
„Ach!“, sagten beide wie aus einem Munde, „Das Häuslein ist doch gar zu klein, wenn wir doch auch so einen großen Bauernhof hätten wären wir wirklich zufrieden.“ Das goldige Vöglein blinzle ein wenig mit seinen Äugelein, sagte aber nichts und führte den Mann und die Frau zu einem großen prächtigen Bauernhof mit vielen Äcker, Stallungen mit Vieh, Knechten und Mägden und zwitscherte: „Dies ist euer jetzt! Lebt fröhlich und zufrieden miteinander.“
Der Mann und die Frau sprangen vor Freude einander in die Arme und tanzten. Sie genossen den Winter im warmen Haus mit dem vielen Essen und Trinken und all der Hilfe der Knechte und Mägde. Ein Jahr verging und sie lebten fröhlich und zufrieden im Bauernhof.
Jetzt konnten sie es sich leisten und manchmal mit ihrer Kutsche  in die Stadt fahren. Da sahen sie schöne große Häuser mit 3 Stockwerken und Menschen, die wunderschön gekleidet waren und Hüte trugen.
Nachdem sie mehrmals dort gewesen waren und auch im Kaffee gesessen waren, dachten sie beide: „In der Stadt zu leben ist besser, denn da bräuchten wir nicht mehr zu arbeiten, hätten nicht viel zu tun und hätten mehr Vergnügungen.“
Da sagte die Frau zu ihrem Mann: „Wollen wir nicht besser in die Stadt leben? Ruf du das goldige Vöglein! Wir waren schon lange genug auf dem dreckigen Bauernhof.“ Der Mann aber sagte: „Frau, ruf du das goldige Vöglein!“ „Warum willst du es nicht rufen?“, fragte die Frau. Weil der Mann nicht tat, wie sie es wollte, schlug schließlich sie dreimal in die Hände und hat rief:
„Goldvögelein im Sonnenstrahl!
Goldvögelein im Demantsaal
Goldvögelein überall!“

Da kam das goldige Vöglein wieder zum Fenster herein geflogen und zwitscherte: „Was wollt ihr beiden?“  „Ach!“ sagte die Frau, „wir sind für das Bauernleben zu müde. Wir möchten auch gern Stadtleute sein und schöne Kleider haben und in so einem großen prächtigen Haus wohnen. Dort werden wir sicher fröhlich und zufrieden sein.“

Das goldige Vöglein blinzle ein wenig mit seinen Äugelein, sagte aber nichts und führte den Mann und die Frau in das schönste Haus der Stadt wo Kristallleuchter von der Decke hingen, Spiegel an den Wänden hingen und die Kästen mit teurem Gewandt  gefüllt waren. Da zwitscherte es: „Dies ist euer jetzt! Lebt fröhlich und zufrieden miteinander.“ „Es gibt auf der Welt nichts Besseres und Schöneres!“, riefen der Mann und die Frau und waren vor Freude außer sich.

Sie lernten über die Jahre die Stadt genau kennen. Sie gingen auf Feste und luden auch ein. So kam es, dass sie sahen, dass es auch Edelleute gab, die in Palästen und Schlössern wohnten. Dort fanden Konzerte und Theaterspiele statt. Oh, das waren wunderbare Erlebnisse! Kein Vergleich zu dem Leben, das sie in dem Stadthaus führten.Und die Frau sagte zum Mann: „Jetzt ist es an Dir, das goldige Vögelein zu rufen.“ Der Mann wollte lange nicht, denn Theater und Konzerte waren nicht so sein Interesse. Schließlich gab er dem Drängen der Frau nach und klatschte dreimal in die Hände und rief:
„Goldvögelein im Sonnenstrahl!
Golbvögelein im Demantsaal!
Goldvögelein überall!“

Da kam das goldige Vöglein wieder zum Fenster herein geflogen und zwitscherte: „Was wollt ihr beiden?“  Da sagte der Mann: „Wir möchten gern Edelleute werden! Als Edelleute werden wir fröhlich und zufrieden sein.“ Da aber blinzelte das goldne Vöglein mit den Äuglein und zwitscherte: „Ihr unzufriednen Leute! Werdet ihr denn nicht einmal genug haben? Ich will euch zu Edelleuten machen, es wird euch aber nichts nützen!“ Es führte sie in ein schönes Schloß, wo alles so war, wie sie es sich gewünscht hatten. Das Vöglein zwitscherte: „Dies ist euer jetzt! Lebt fröhlich und zufrieden miteinander.“

Frau und Mann waren lange Zeit sehr fröhlich und zufrieden. Einmal wurden sie in die Hauptstadt zu einem großen Fest geladen. Da sahen sie die vergoldete Kutsche und die goldbestickten Kleider der Königin und des Königs. Alle Leute am Straßenrand schenkten ihre Hüte als die Königskutsche vorbei fuhr. Da klopften dem Mann und der Frau vor Neid das Herz. Kaum waren sie wieder zu Hause in ihrem Schloss, so sprachen sie: „Jetzt wollen wir König und Königin werden. Das soll unser letzter Wunsch an das Vögelchen sein.“ Da klatschten alle zwei gleichzeitig in die Hände und riefen:
„Goldvögelein im Sonnenstrahl!
Goldvögelein im Demantsaal!
Goldvögelein überall.“

Da kam das goldige Vöglein wieder zum Fenster herein geflogen und zwitscherte: „Was wollt ihr beiden?“  Da riefen beider aufgeregt: „Wir haben die Königin und den König gesehen. Wir möchten auch gern König und Königin sein.“ Da begann aber das Vöglein ganz schrecklich mit den Augen zu blinzeln, sträubte alle seine Federchen und schlug mit den Flügelchen und zwitscherte: „Wann werdet ihr denn endlich genug haben? Ich will euch zum König und zur Königin machen. Warum nur  habt ihr nimmermehr genug?“ Es führte sie in ein riesiges Schloß und ließ sie auf den Thron setzen. Das Vöglein zwitscherte: „Dies ist euer jetzt! Lebt fröhlich und zufrieden miteinander.“ Und Mann und Frau, Königin und König erließen Gesetze, hielten sich einen großen Hofstaat und häuften unermesslichen Reichtum an. Damit waren sie lange beschäftigt. Der Jubel der Einwohner und Einwohnerinnen beglückte sie. Doch es kam, wie es kommen musste. Sie erfuhren, dass es auch Kaiser und Kaiserinnen gab.

Da sprach die Frau: „Werden wir Kaiser und Kaiserin.“ Doch der Mann sagte: „Nein! Ich will Papst werden!“ Da rief die Frau: „Ho! Wenn du Papst werden möchtest, dann möchte ich die Göttin sein!“
Kaum aber hatten sie dies gerufen, da erhob sich ein mächtiger Sturm und ein großer schwarzer Vogel mit funkelnden Augen flog zum Schlossfenster herein. Er krächzte so laut, dass alles erzitterte: „Alles Materielle, das ihr euch gewünscht habt, wurde euch erfüllt. Alle gesellschaftlichen Schranken hoben sich für euch. Jetzt habt ihr eine Grenze überschritten. Die spirituelle Welt müsst ihr selbst entdecken. Da diese euch bisher nicht wichtig war, geht an den Start zurück und versucht euer Glück ein zweites Mal. Möge die Übung gelingen! “ Damit flog der Vogel davon und mit einem Donnerschlag und Blitz fanden sich Mann und Frau wieder in ihrem ursprünglichen Essigkrug. Sie sahen sich erschrocken um, sahen sich erschrocken an und weinten und klagten so laut und so lange, bis sie keine Stimme und keine Tränen mehr hatten. Sie waren viele Erfahrungen reicher und um alle Häuser und Ämter ärmer geworden. Hilflos und wütend saßen sie da. Wer hatte Schuld? Wie war alles gekommen? Der Mann sah die Frau an. Die Frau sah den Mann an. Sie sahen sich für einen kurzen Augenblick, der so kurz wie ein Augenschlag war im jeweils anderen und erkannten sich selbst. Dann schliefen sie müde und erschöpft ein und der Schlaf der Heilung legte sich über sie. Als sie aufwachten fühlten sie sich fröhlich und zufrieden. Sie schauten sich beide in ihrem Essigkrug um. Da sagte der Mann: „Ich bin Schuld daran, dass wir in diesem Essigkrug leben! Ich hab dir damals die Schuld gegeben – aber ich hab ja auch meinen Teil daran.“ Die Frau staunte über das Gesagte und antwortete. „Ich bin auch Schuld daran, dass wir jetzt im Essigkrug leben. Ich wollte eine Göttin sein.“ Der Mann sprach: „Lass uns also das Beste daraus machen! Sei du meine Göttin und lass mich dein Gott sein!“ Da lachten die Frau und der Mann und umarmten sich und waren glücklich, weil sie wieder ihre Liebe zueinander gefunden hatten.

Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute.
Und weil die Liebe eine starke Kraft ist, schafften sie es, eine neue gut riechende Holzhütte zu bauen. Die Frau und der Mann fischten gemeinsam und verkauften die Fische am Markt. Vom Gewinn kauften sie Gemüse- und Obstpflanzen, die mit den Jahren viele gute Früchte trugen. So hatten sie genug zu essen und zu trinken. Es machte ihnen Freude, gemeinsam die Sonnenauf- und Untergänge zu sehen und einander Geschichten von früher zu erzählen und neue Pläne zu schmieden, wie sie am besten ein Labyrinth anlegen könnten. Für sie war das Labyrinth zu einem Symbol ihres Entwicklungsweges geworden. Im Winter streuten sie Sonnenblumenkerne und Nüsse für die Vögel aus, damit auch diese ausreichend Futter hatten. Schließlich hatten sie viel von den Vögeln gelernt. Wer weiß, vielleicht legten sie für die Vögel ein Labyrinth aus Sonnenblumenkernen?

Ludwig Bechstein – bearbeitet von mir


und übermale den tag mit meinen träumen …………….

Januar 4, 2017

PROSIT NEUJAHR !
2017
nehmen wir wahr, was ist
und bewahren wir uns die phantasie,
die freude, die kunst, die lebendigkeit
und  übermalen den tag mit unseren träumen
mit labyrinthischen grüßen
ilse

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Sonnenaufgang. Sonnenuntergang. Sonnesein.

November 1, 2016

Lege deine Hand auf dein Herz, sagte sie.
Ich legte meine Hand auf mein Herz.
Atme und spüre, sagte sie.
Ich atmete und spürte.
Kannst du die Freiheit spüren?, fragte sie.
Ja. Ich spüre sie. Die Freiheit ist in meinem Herzen!
Atme und spüre weiter, sagte sie.
Ich atmete und spürte. Atmete ein. Atmete aus.
Das Atmen verlangsamte sich ohne mein Zutun. Das Atmen wurde zum Rhythmus einer Welle, die im Ozean ruhig schwingt. Ein und aus – hin und her – auf und ab.
Und dann fiel ich in eine Leere.
So sage ich jetzt. In der Leere selbst war kein Spüren und auch kein Gedanke, keine Wahrnehmung. Und doch war die Leere nicht ganz leer. Vielleicht doch leer. Sie hatte einen Charakter, sage ich jetzt. Und ihr Sein war hell und leicht und freundlich und friedlich. Wie das Licht einer aufgehenden Sonne. Die einzelnen Strahlen sind nicht zu sehen, es war die Gesamtheit von Licht, die die Leere war. Und die Leere trug mich. Das Licht trug mich. Nicht körperlich, denn ich lag auf dem Boden. Es war die Erde, die mich trug. Und doch: Es war das Licht, das mich trug. Kein Gedanke, kein Spüren, kein Wissen um das Ein- und Ausatmen. Jetzt erst versuchen meine Gedanken und meine Wahrnehmung in Worte zu fassen, was war. Wie es war.
Es? Ich? Das alles gab es nicht mehr. Es gab nichts. Nur das Nichts, das auch keine Leere mehr war. Aufgelöst alles. Zu einem geworden, wo es keine Sprache mehr gibt. Nur noch Sein. Und Ewigkeit. Endlose Unendlichkeit. Keine Grenzen, keine einzige Grenze. Das sage ich jetzt. Weil die alltägliche Welt aus so vielen Grenzen besteht. Körperlichen, geistigen, mentalen, emotionalen. Auch zeitlichen Grenzen. Ich war losgelöst vom Alltag und von mir. Ist das die Erfahrung der Seele? Ist das die Erfahrung von Himmel, von Seligkeit, von Nirwana?
Fragen die auftauchen. Und wieder abtauchen. Die Zeit, da sie abgetaucht sind, die fraglose Zeit ist eine Zeit von Zufriedenheit und Glück. Der Gegenpol zur Alltagsrealität, in der die Fragen unbedingt eine Antwort nötig haben. Wer profitiert wovon? Wer benützt seine/ihre Macht wozu? Wer gibt ihr/ihm Macht? Warum?
Das Leid, die Ungerechtigkeit, die die Welt zu einem Ort der Hölle machen, sind nicht naturgegeben. Und wenn, so sind sie doch veränderbar!
Lege deine Hand auf dein Herz, sagte sie.
Ich sage nun zu dir: Lege deine Hand auf dein Herz und folge deinem Herzschlag. Lass dich führen. Nimm wahr, wem du begegnest. Der Neugierde? Der Angst? Der Liebe? Lege deine Hand auf dein Herz und folge deinem Herzschlag. Niemand kann dich in dieses Herzschlagland begleiten. Du bist alleine auf diesem Weg. Er führt dich zu dir. Und er führt dich zum Licht. Vielleicht nicht gleich und sofort. Vielleicht macht der Weg eine Wendung und du erlebst Ungeahntes, Unerwartetes. Geh weiter. Träume weiter. Atme weiter. Einmal wird es sein, da du die sieben Wendungen durchlebt hast. Dann stehst du an der Schwelle zum Zentrum. Verliere dich nicht. Du wirst auf eine dich verzehrende Leere treffen. Lass dich nicht verschlingen. Lege deine Hand auf dein Herz. Folge deinem Atem. Er bringt dich ins Zentrum des Labyrinths. Ins Zentrum des Lebens. Ins Sein. Zu dem du wirst.